AIM_Project Statement Parallel Vienna 2018

25. - 30.09.2018

MNW with special guest: Katrin Plavcak

'AIM' - is an exhibition showing 16 different painting positions from the MNW MalerinnenNetzWerk Berlin/Leipzig and one guest artist Katrin Plavcak. It includes figurative, conceptual and abstract painting representing the range of positions within the MNW.

'AIM' shows this exchange and engagement in the contemporary discussion about painting through the well-chosen seventeen singular positions. The exhibition is about the individual (individual themes and techniques, handling of the material and the differences in understanding painting), but it also shows how differences can encourage and reinforce one another positions.

It is important for us to involve guest artists and curators.


Die Jahrhundert-Bar | The Century Bar | (1920-2020)

curated by Alex Tennigkeit und Kathrin Landa

Projektraum Ventilator

27.09.2018 - 07.10.2018

Opening: 27.09.2018, 19 Uhr | 7 pm - open end

MNW with special guests:

Joannie Baumgärtner, Fritz Bornstück, Mareike Drobny, Michael Kirkham, Florence Obrecht, Axel Pahlavi, Moritz Schleime

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Die Ausstellung Die Jahrhundert-Bar (1920-2020) ist eine Hommage an den expressionistischen Film der frühen 1920er Jahre. In einer experimentellen Rauminstallation zeigen Künstlerinnen des MalerinnenNetzWerks Berlin-Leipzig und sieben Gastkünstler*innen ihre Arbeiten.

Den Betrachter erwartet dabei keineswegs ‚nur’ expressionistische Malerei. Vielmehr wird der Expressionismus als Motiv bzw. als atmosphärisches Ausdrucksmittel aufgegriffen, wie dies auch beim expressionistischen Film der Fall war. Überdies werden in den gezeigten Arbeiten heutige Konflikte, wie das Auseinanderdriften der Gesellschaft, der politische Rechtsruck, die immer noch herrschende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, verhandelt.

Eine modulare, speziell für den Ausstellungsraum geschaffene Konstruktion aus spitzen Dreiecken lässt verschachtelte Kabinette und verschiedenartige Durchgänge entstehen und in Anlehnung an damalige Filmkulissen sind fiktive Schatten direkt auf die Wand gemalt. Der in Kooperation mit Joannie Baumgärtner gestaltete Ausstellungsraum wird zur expressionistischen Matrix, welche den etwa 30 monochromen bis schwarz-weissen Arbeiten einen gemeinsamen, architektonisch verdichteten Rahmen gibt.

 

„Die Nerven der Welt sind krank!“

Um 1920 hatte sich der Expressionismus bereits in Malerei, Literatur und Theater etabliert und sollte nun im jungen Medium Film zu einer neuen Kunstform gedeihen. „Das Filmbild muß Graphik werden“, formulierte einer an dem Film „Das Cabinet des Dr. Caligari“ beteiligten Architekten. So unterstreichen gezeichnete Dekors und Schatten Unwirklichkeit und Horror der Handlung. Diese expressive Formensprache schien zudem gut geeignet, um die nach wie vor präsenten Kriegstraumata zu verarbeiten. Meist spielten düstere Inhalte, wie das wiederkehrende Motiv des Wahnsinns eine zentrale Rolle – besonders deutlich in dem Film „Nerven“ von 1919, in welchem der geisteskranke Roloff verkündet: „Die Nerven der Welt sind krank!“ Der herangezogene Psychiater listet folgende Gründe für die Entstehung von Geisteskrankheiten auf: Die fortschreitende Zivilisation, der Kampf ums Dasein, Angst und Schrecken des Krieges, die Sünden der Eltern.

Dem Filmtheoretiker Siegfried Kracauer zufolge bietet der deutsche Film der zwanziger Jahre insgesamt das Psychogramm einer traumatisierten Gesellschaft, die von Hoffnung und Resignation, Wirklichkeitsflucht und Widerstand zerrissen wurde. Expressionistische Filme zeigen ein „gesellschaftliches Unbehagen“. Immer wieder scheitert das Individuum am Ausbruch aus der Masse. Es werden Ideale beschworen und man versucht, den neuen, modernen Menschen zu schaffen.

In der Blütezeit des expressionistischen Films (ca. 1919-25) stehen die Deutschen im Bann vieler Unsicherheiten wie Hunger, Arbeitslosigkeit, hohe Säuglingssterblichkeit, Hyperinflation, politische Unruhen. Soziale Spannungen werden in der relativ stabilen Weimarer Demokratie jedoch immer mehr von einer wachsenden Unterhaltungsindustrie bemäntelt. Der Film wird zum Massenmedium und deutsche Filme zum Devisenbringer, wobei der deutsche Film wegen seiner ausdrucksstarken Filmarchitekturen internationales Ansehen erringt.

Es ist eine Zeit des Übergangs, vom Kriegstrauma hin zu rasanten Modernisierungen, was vor allem in Städten wie Berlin ein weltstädtisches Lebensgefühl beflügelt. So wird die Großstadt „zum ewigen Sehnsuchtsort hedonistischer Fantasien: Vom Alexanderplatz fährt eine Straßenbahn zur Milchstraße, vor expressionistischen Gemälden fliegt dem Bürger der Hut vom Kopf und in den Nachtklubs gibt man sich sexueller Anarchie und kultivierten Koksneurosen hin.“[1]

Parallelen dieser Zeit der Spannungen und des Aufbruchs zu unserer Gegenwart sind unübersehbar. Die Kunsthistorikerin Ingrid Pfeiffer zieht hierzu diverse Vergleiche:„Es gibt heute wie damals die Wahrnehmung in der Gesellschaft, dass der Fortschritt zwei Seiten hat und nicht jeder davon profitiert. Dass die Maschine den Menschen nicht mehr braucht (…). Damals gab es die Fließbandabfertigung, heute ist es die Digitalisierung.(…) Vergleichbar mit unserer Zeit ist auch das Wegbrechen der gemäßigten Mitte und der Anstieg des Extremismus. (…)  Gleichzeitig war die Weimarer Republik auch der Beginn der Moderne, mit sehr vielen fortschrittlichen Ideen (…): die neue Frau, die Debatte um den Abtreibungsparagraphen 218 und den Homosexualitätsparagraphen 175 (…). Rollenbilder wurden über Bord geworfen und es gab zahlreiche neue Berufe für Frauen.“[2]

[1] Rainer Metzger: Berlin in den 1920er Jahren, Taschen-Verlag, 2018

[2] Ingrid Pfeiffer „Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen: Das Unbehagen einer Epoche“, in: art Das Kunstmagazin, Januar 2018


Zündung

organized by Heike Kelter

Turps Gallery London

20. Juli - 18. August 2018

 

The show „ Zündung / Ignition“, will take place at Turps Gallery London, from July 20st to August 18th 2018. The Opening venue on July 20st will also be the Magazine launch of the new issue including the interview of Rosa Loy.

The show will include 11 painters from the MNW "MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig“ and one guest painter. From 2018 onwards there will be an emphasis on female painters in the gallery programme although it is not exclusive. Within this programme, „Zündung“ Painters from the MalerinnenNetzWerk and one guest will represent painting positions from Berlin/Leipzig and the idea of a painter network. In addition, the shows and the German women show will be covered in the magazine with a couple of features.

Isabelle Dutoit, Zohar Fraiman, Heike Kelter, Corinne von Lebusa, Catherine Lorent, Rosa Loy, Eva Schwab, Bettina Sellmann,
Alex Tennigkeit, Justine Otto, Miriam Vlaming, plus one guest painter.

 

http://www.turpsbanana.com/current-issue..

http://www.turpsgallery.co.uk


PAINTING XXL

organized by Justine Otto, Eva Schwab, Bettina Sellmann

 

AusstellungsHalle 1A

31.01.2018 - 18.02.2018

 

GalerIe LeueNroth

02.02.2018 - 10.03.2018

 

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Cocoon

Galerie Babette

A female solidary event

09.11.2017 - curated by Zohar Fraiman and Miriam Vlaming

 

Let‘s talk about art. And female solidarity. Das MalerinnenNetzWerk Berlin–Leipzig lädt ein, in der ›Bar Babette‹ gemeinsam zu feiern. 18 Künstlerinnen des Netzwerkes präsentieren für die Ausstellung neu produzierte Arbeiten und launchen den Katalog ›PAINTING XX‹, benannt nach der Kombination der weiblichen Geschlechtschromosomen. Cocoon vereint Aktion, Ausstellung, Book Launch, Performance, Malerei und Musik. Die Malerei und der Austausch über dieses Medium stehen im Mittelpunkt des Events. In ihren Arbeiten verhandeln die Künstlerinnen radikal und offensiv das Medium Malerei und die Darstellung des menschlichen Körpers und untersuchen aktuelle gesellschaftskritische und politische Themen sowie zwischenmenschliche Beziehungen. Nach der Hälfte der Ausstellungszeit entsteht in einer performativen Tausch-Aktion eine neue Show: Jede Künstlerin hat eine Tauschpartnerin. Zum selben Zeitpunkt werden die Arbeiten von zehn Künstlerinnen abgehängt und im Gegenzug Werke von zehn weiteren Künstlerinnen an die Wand gebracht. Dieses transformative Ausstellungskonzept steht für Solidarität und Synergien. Welche Handlungsräume ergeben sich in einer Welt, in der das Geschlechter- denken bei der Rezeption von Malerei immer noch in den Köpfen verankert ist? In der statt Kompetenz und Kunst immer noch Kleidung und Körper kommentiert wird? In der Frauen nicht nur in der gesamten Kunstgeschichte, sondern bis heute in Museen, Ausstellungshäusern und auf Messen unter- repräsentiert sind? In der die Auktionspreise für Werke von Frauen noch immer weit unter den Preisen für Arbeiten der männlichen Kollegen liegen? Wie lässt sich Malerei von Frauen in einem nach wie vor von Männern dominierten Raum positionieren? Das MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig steht für Kooperation, Vernetzung und intensiven Austausch. Im Zentrum stehen die Verknüpfungen in der Malereiszene und explizit zwischen den zwei Städten. Die Vereinigung von zwei losen Malerinnen-Netzwerken in Berlin und Leipzig führte Anfang 2015 zur Gründung. ›Die bessere Hälfte. Malerinnen aus Leipzig‹ in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, kuratiert von Dr. Barbara John und die Wanderausstellung ›Painting was a Lady‹, konzipiert von Heike Kelter, können als jeweilige Startpunkte gesehen werden. Das Netzwerk ist ein Kokon, ein Raum, in dem diskutiert wird und Neues entsteht, bevor es sich entpuppt und zeigt. Lasst uns heute Abend über Kunst sprechen. Über die Arbeiten der 18 Künstlerinnen, die hier vereint sind. Und lasst uns female solidarity feiern.

Lena Fliessbach [Text]

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Farbauftrag

HaL | Haus am Lützowplatz - Studiogalerie

23.06.-20.08.2017 - curated by Jaqueline Krickl

An exibition of the MNW with special guest:

Sophia Schama

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PAINTING XX

Kunsthalle Lüneburg

01.05.-28.05.2017 - curated by Enno Wallis

MNW and guests:

GL Brierley I Oda Jaune I Bénédicte Peyrat I Iris Schieferstein I Cornelia Schleime I Pia Stadtbäumer


entfesselt! Malerinnen der Gegenwart

Schloss Achberg

22.04.-30.07.2017 - curated by Martin Oswald

This exibition presents works from twelve members of the MNW in dialog with other international female contemporary artists:

Cecily Brown, Marlene Dumas, Xenia Hausner, Katharina Immekus, Christa Näher, Cornelia Schleime

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